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Hier nun die aktuellsten Infos zum Thema Modulklammerung aus der Sitzung des Senats, vom 08.02.2012

Vorweg sei gesagt: Eurer Unterstützung haben wir es zu verdanken, dass die Mitglieder des Senats und das Präsidium Zugeständnisse gemacht haben und (hoffentlich) realisiert haben, dass ein Anliegen der Studierendenschaft mit Verantwortung zu behandeln ist.

Nun zur Sitzung:

Nachdem sich neben der Presse viele interessierte Studierende in der Aula eingefunden hatten und der TOP zur Modulklammerung zur Diskussion freigegeben wurde, brachten die studentischen Vertreter_innen erstens sowohl grundsätzliche Kritik am Verfahren und zweitens inhaltiche Kritik zum Umgang mit dem Entwurf der Modulklammerung an.

Zum ersten Punkt: Grundsätzlich wurde von der Seite der Studierenden moniert, dass die zuständigen Akteure, sowohl im Senat, als auch in der Senatskommission Studiengänge, während des gesamten letzten Jahres, nicht nur das Ergebnis der und die Urabstimmung an sich völlig ignoriert haben, sondern in keinster Weise ein Zeichen der Zusammenarbeit für eine mögliche Umsetzung des Entwurfs gesetzt haben.

Dafür spricht die Verschleppungstaktik der Mitglieder in der Senatskommission Studiengänge und das Desinteresse, welches dem Antrag der Studierenden und den Argumenten der Studierenden stets entgegen gebracht wurden, ebenso wie das unmögliche Verhalten der Rechtsabteilung. Die Studierenden mussten quasi als Bittsteller auftreten, um überhaupt Gehör für das Anliegen der Studierendenschaft zu finden.

Zum zweiten Punkt: Inhaltlich wurde von unserer Seite kritisiert, dass die Informationspolitik innerhalb der Fachbereiche und die Kenntnisnahme eines studentischen Antrags scheinbar gegen null tendiert, wenn die Senatsmitglieder den offenen Brief nicht verstehen, weil sie den Sachverhalt überhaupt nicht kennen. Eine Auseinandersetzung der Verantwortlichen hat nicht statt gefunden.
Weiterhin wurde die Argumentation zur Ablehnung des Entwurfs nicht nur von studentischer Seite, sondern sogar vom Präsidenten selbst ad absurdum geführt, denn das im Protokoll vermerkte und auch in der Sitzung (SK Studiengänge im Dezember) eingebrachte Argument des zu hohen Arbeitsaufwands ist in keinster Weise ein hinnehmbares oder auch nur vertretbares Argument.

Inhaltich argumentierten die Professor_innen des Senats dagegen, dass eine Ausklammerung von 1/3 der Module eine Profilbildung von Studiengänge unmöglich mache und dass die Qualität von Studiengängen darunter leiden könne.

Diese Argumente bieten zwar eine Basis für einen gemeinsame Lösung, waren jedoch nie zuvor Gegenstand der Diskussionen in der SK Studiengänge, da sich die Akteure zuvor keine Gedanken zu dem studentischen Entwurf gemacht hatten.

Das Präsidium versuchte die Diskussion zu entschärfen, indem es versicherte das es schon seit 2008 auf Deregulierung und Flexibilisierung in Studiengängen setze und auch grundsätzlich hinter der Idee zur Ausklammerung von Modulen stehe.

Von studentischer Seite wurde daraufhin kritisiert, dass ein Zugeständis und eine inhaltiche Auseinandersetzung zum Entwurf des Paragraphen 31 an dieser Stelle viel zu spät komme, da man es über ein Jahr verschleppt habe von einem wichtigen studentischen Anliegen Notiz zu nehmen.

Da klar war, dass die Mehrheit der Senatsmitglieder dem vorliegenden Antrag aufgrund der negativen Empfehlung der Mitglieder der SK Studiengänge nicht zustimmen würde, machte das Präsidium den Verfahrensvorschlag den vorliegenden Entwurf nicht abzustimmen.

Alternativ wurde angeboten, dass das Präsidium zur Senatssitzung im April einen für die Fachbereiche angepassten (und deren Curricula berücksichtigenden) Entwurf vorlegen werde, welchen es dann abzustimmen und zeitnah zu implementieren gilt.

Dazu sollen gemeinsame Gespräche mit den Senatslisten, dem AStA und der FSK stattfinden.

D.h., dass die Arbeit für einen geänderten Entwurf zur Ausklammerung von Modulen nun beim Präsidium liegt. Die voherigen Sitzungen der SK Studiengänge zählen nicht mehr und der Entwurf wird auch nicht durch diese zu bestätigen sein.

Dieser Vorschlag wurde von allen Senatsmitgliedern befürwortet.

Nun heißt es weiterhin aufmerksam zu sein und den Arbeitsprozess zum neuen Entwurf und die Ideen des Präsidiums kritisch und konstruktiv von Seiten der Studierenden zu begleiten. Die Forderung nach einer Modulklammerung ist weiterhin aktuell und wird auch weiterhin mit einer Kampagne unterstützt werden, um den Akteuren zu zeigen, dass Studierende weiterhin hinter diesem Anliegen stehen.

Grundsätzlich stand für die studentischen Senatsmiglieder die Frage im Raum, ob man auf die Abstimmung heute hätte bestehen sollen oder ob man einen Alternativvorschlag mit trägt, der aber den Gehalt des studentischen Anliegens nicht unterliegen darf. Bei Durchstimmung des Entwurfs hätte man die Debatte zur Verteidigung des Entwurfs verloren und die Modulklammerung hätte nicht mehr eingebracht werden können. Nun sind wir alle mit einer neuen Situation konfrontiert.

Im Fazit ist die neue Ausgangslage dahingehend ein Gewinn, dass die Senatsmitglieder und das Präsidium durch den offenen Brief und die E-Mails Zugeständnisse machen mussten und vielleicht verstanden haben, dass sie mehr dazu bereit sein müssen sich mit den Anliegen der Studierendenschaft verantwortlich auseinanderzusetzen.

Trotzdem bleibt auch festzuhalten, dass der weitere Prozess nur im Sinne der Studierenden sein kann, wenn sie von Anfang an in die Entscheidungsfindung zum neuen Entwurf vom Präsidium mit einbunden werden.

Daher sei an dieser Stelle gesagt, dass wir auch für die Senatssitzung im April (25.) wieder auf rege studentische Teilnahme setzen und dazu rechtzeitig aufrufen werden.