Könnt ihr das Verhalten der Universität bei der Modulklammerung auch nicht verstehen?
Wir haben es während der laufenden Verfahren eigentlich oft genug erwähnt, doch eure Stimme haben die Akteur_innen noch nicht vernommen.
Wir haben ein paar Vorlagen erstellt, welche ihr benutzen könnt um mit ihnen in Dialog zu treten.
Liste aller E-Mail-Adressen der Mitglieder der Senatkommission sowie des Senats
| Mit Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie mit Ihrer Ablehnung der Modulklammerung nicht nur den legitimierten Willen der Studierendenschaft ignorieren, sondern mit ihrer Ablehnung ganz offen bekunden, dass Sie eher bereit sind Studierenden den Masterzugang zu verwehren, als eine neue Regelung einzuführen. | Als einer von über 25.000 Studierenden an der JLU möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Entscheidung zur Ablehnung der Modulklammerung nicht nachvollziehen kann. Die Umsetzung einer neuen fachbereichsübergreifenden Regelung führt natürlicherweise zu einem hohen Arbeitsaufwand, den man aber nur wegen der Tatsache das er Arbeit bedeutet nicht ablehnen kann, wenn man damit eine für Studierende sehr gute Neuerung umsetzen könnte. |
| Mit Enttäuschung habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie den Sinn der Modulklammerung nicht verstanden haben, denn die von Ihnen vorgebrachten Argumente zur Ablehnung des neuen Paragraphen 31 der AllB ignorieren die gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen in der Hochschullandschaft, welche durch die nach wie vor unbefriedigend umgesetzten Bologna-Reformen und nun nochmal verstärkt durch G8 zu Lasten aller Beteiligten an der Hochschule gehen. Ihre Aufgabe ist es solchen Veränderungen zu begegnen, in dem Sie Studiengänge studierbar machen und anerkennen, dass kaum ein Studierender in der Lage ist durchweg gute Leistungen zu bringen. Dies bedeutet auch dafür Sorge zu tragen, dass es Studierenden möglich ist einen guten Abschluss zu machen und einen Masterplatz zu bekommen. Da es auch zu ihren Aufgaben gehört möglichst ausreichend Studienplätze für potentielle Bewerber_innen anzubieten, kommt es einem doch sehr paradox vor, dass Sie einerseits eine Regelung ablehnen, die es mehr Studierenden ermöglichen würde sich für einen Master zu bewerben während nur wenige von über 40 angebotenen Mastern überhaupt ausgelastet sind. Ich finde es somit sehr schade, dass Sie ein politisches Statement an die Studierendenschaft richten, das dieser vor Augen führt, dass Sie es scheinbar bevorzugen mit Fünf Masterstudierenden in einer Vorlesung zu sitzen als sich zu einem sinnvollen Arbeitsaufwand zu bekennen und damit ein positives Zeichen für die Studierendenschaft zu setzen. | Sie haben sich in der Sitzung der Senatskommission vom 14.12.2011 gegen eine Einführung der von den Studierenden geforderten Regelung zur Modulklammerung entschieden. Ich kann dies weder gutheißen noch nachvollziehen. Eine Urabstimmung stellt den legitimierten Willen der Studierendenschaft dar und es ist aus meiner Sicht nicht hinnehmbar, dass der Wille der größten Gruppe an der JLU ignoriert wird. Die führen als ein Gegenargument an, dass in vielen Fachbereichen bereits Module nur mit „bestanden“ gewertet werden und, dass die Anzahl dieser Module noch gesteigert werden könne. Hier bleibt festzuhalten, dass Sie die Intention der von studentischer Seite geforderten Novellierung offensichtlich missverstanden haben. Es geht bei dieser vor allem darum, dass die Studierenden die Möglichkeit besitzen, die Module, die in ihre Endnote eingehen, selbst zu wählen. Module, die mit „bestanden“ gewertet werden, erfüllen diese Forderung nicht. Gerade diese Module können die Stärken einer/s Einzelnen darstellen und was sollte es ihm/ihr nutzen, wenn diese Note letztlich nicht zählt? Weiterhin wurde angeführt, dass der Arbeitsaufwand für die Einführung der geforderten Klammerregelung zu hoch sei, da für jeden Studiengang geprüft werden müsse, welche Module für ihn konstitutiv sind und damit von der Klammerung ausgeschlossen wären. Dieses Argument verwundert jedoch, da als Alternativvorschlag zum studentischen Antrag geäußert wurde, dass die Fachbereiche überprüfen sollten, ob es möglich wäre, weitere Module lediglich mit „bestanden“ zu werten. Ist es für diesen Vorschlag nicht ebenso notwendig zu überprüfen, welche Module für einen Studiengang konstitutiv sind? Ihre Ablehnung der Urabstimmung stellt für mich letztlich eine Blockade eines konstruktiven Arbeitsprozesses dar, der an seinem Ende sicher zu einer Verbesserung der Studienbedingungen führen würde! Daher mein Appell: Überdenken Sie diese Entscheidung! |